Engineering Efficiency


Das IBO-Institut hat sich der Frage gewidmet, wie Entwicklungsprozesse optimiert werden können. Der Weg führt über die Unterstützung des Produktentwicklungsingenieurs bei administrativen Tätigkeiten.

2008 begann das IBO-Institut ein Forschungsprojekt zur Effizienzsteigerung von Entwicklungsprozessen. Drittmittelgeber waren die John Deere Werke Mannheim mit insgesamt 3000 Mitarbeiter, davon rund 300 in der Produktentwicklung.

Prozesse und IT

Ziel des Projektes war eine signifikante Effizienzsteigerung in der Neu- und Weiterentwicklung von Teilen und Produkten. In diesem Rahmen wurde der Entwicklungsprozess ganzheitlich über die Abteilungsgrenzen hinweg betrachtet. Zusätzlich wurden dabei die Organisations- und IT-Strukturen und deren Kompatibilität im Bezug auf den Prozess überprüft.

Audits in allen Abteilungen zur Prozessaufnahme, Wertstromanalysen und die Definition von Musterprozessen bereiteten die Entwicklung eines IT-Tools auf Basis des SAP-Systems vor, dem Engineering Cockpit. Mit diesem IT-Tool wurden schnellere Durchlaufzeiten, eine höhere Transparenz, die einfache Steuerung der Ressourcen und Priorisierung der Aufgaben sowie eine Real-Time Übersicht über ganze Projekte anvisiert.

Engineering CockpitIm fertigen Cockpit laufen für den Ingenieur in der Produktentwicklung sämtliche Prozesse zusammen. Komplexe Informationen werden übersichtlich dargestellt.

  • Der Anwender erkennt seine nächsten Aufgaben, kann notwendige Entscheidungen treffen und bei Bedarf mehr Detailinformationen anfordern.
  • Ein Konstrukteur sieht auf einen Klick, ob zu einem Bauteil bereits Angebote vorliegen, Werkzeuge angefragt wurden bzw. welche Kosten voraussichtlich anfallen werden.

Das Cockpit stellt zusammengehörende Informationen auf dem Bildschirm dar, so dass Zuordnungsaufgaben und die zeitaufwändige Suche nach Daten in mehreren Computersystemen entfallen. So kann sich der Konstrukteur ganz auf seine Kernaufgabe, die Entwicklung von innovativen Produkten, konzentrieren.